Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom – über die Bloggerin Daniela Scheiber-Jakob

 

„Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..!“ Dieser Leitsatz beschreibt am besten, was mir mit meinem Blog am Herzen liegt: nämlich auf unkomplizierteste Art das weiter zu geben, was mir selbst in schwierigen Situationen geholfen hat, zu mir zu stehen und mich selbst zu finden, um unabhängig und gedanklich so frei wie möglich zu leben.

 

Woher ich komme und wie ich zu dem fand, was ich heute weiß

Ich wurde 1962 in Nesselwang im Allgäu geboren, erlernte zunächst den Beruf der Hotelfachfrau, bin Mutter zweier erwachsener Söhne (David, geb. 1990 und Maximilian, geb. 1992)…, und  bin seit 2003 mit meinem Mann Thomas, Jahrgang 1972, verheiratet. Als wir uns trafen, hatte er gerade die Ausbildung zum Krankenpfleger erfolgreich absolviert. Heute arbeitet er als selbstständiger Bogenbauer für sein Label Mind-Factor Bogensport – in diesem Segment kann auch ich meine Kreativität entfalten, indem ich individuell gestaltete Bogentaschen, Armschützer, Pfeilputzer etc. für den Bogensport aus Leder fertige.

David Scheiber-Jakob  Maximilian Scheiber-Jakob  Thomas Jakob  Daniela Scheiber-Jakob

Fotos von links nach rechts: David, Maximilian, Thomas und ich

 

Kindheit und Jugend

Zusammen mit meiner jüngeren Schwester Isabella wuchs ich in einem großen Hotelbetrieb auf –  schon sehr bald, lernten wir , dass die Menschen – und vor allem viele Frauen – um uns herum nicht glücklich zu sein schienen: Man konsumierte ohne Genuß, arbeitete diszipliniert, legte Geld auf die hohe Kante und gönnte sich wenig persönlichen Luxus oder gar Freiraum. Die Sorgen und Aggressionen der Erwachsenen, Gier und Geltungssucht waren das Millieu, indem wir groß wurden. Wir flüchteten, so gut es ging. Ich versank am liebsten durch ständiges Musikhören in meine Phantasie-Welten – Isabella schaffe es sogar dauerhaft bis nach Amerika.

Um geliebt und geachtet zu werden, passte ich mich zunächst an und versuchte, die Erwartungen meiner Familie zu erfüllen. Als junge Frau lebte ich ein klischeebehaftetes, außenorientiertes und leistungsorientiertes Yuppie-Leben. Isabella lag eher die Rolle der „Rebellin“ – wenig angepasst – also der genau gegensätzliche Weg, hermetisch gesehen die Ergänzung, der Gegenpol. Dennoch sollte sich zeigen, dass unsere gemeinsame Geschichte uns zusammengeschweißt hatte – wir wissen heute, dass wir uns lieben und uns auf den anderen verlassen können, so unterschiedlich wir auch in unseren Persönlichkeiten sind.
Nachdem es in unserer Kindheit so gut wie kein Privatleben gab, war es mein größter Wunsch, eine eigene Familie zu haben, erfüllte und tiefe Beziehungen zu leben und – meine? – Kinder auf ihrem Weg zu sich selbst heranwachsen zu sehen. Ich wusste nicht, wie das ging, “wer” ich war oder sein wollte.Vor allem wollte ich wissen, wie man “glücklich” wird. Ich war damals einfach „ein lieber Mensch“ und hatte gleichzeitig übergroße Existenzängste, ich fühlte mich nirgends „geborgen“, musste immer wieder umziehen, war ständig auf der Hut…, kurz und gut: eine hübsche Fassade, aber nichts dahinter.

 

Ich war Anfang 30, als meine Wünsche sich zu erfüllen begannen.

Das taten sie jedoch auf ihre eigene Art und Weise, extravagant und kraftvoll, wie es meiner Art entspricht.

Isabella, David und Maxi 2006
Isabella, David und Maxi bei unserem ersten Besuch in den Staaten.

 

Viele Dramen ereigneten sich um mich herum und mein Leben und alle Regeln, die ich mir zurechtgezimmert hatte, brachen stückweise nach und nach auseinander:
Die gastronomische Selbstständigkeit mit dem späteren Vater meiner Kinder endete nach nur 3 Jahren mit einem riesigen Berg von Schulden. Ich musste mit ansehen, wie meine Mutter ihre eigene Wertlosigkeit mit zu viel Alkohol überdeckte – ihre Therapien wurden immer länger und die „trockenen Zeiten“ dazwischen immer kürzer. Schließlich erlag sie ihrer Sucht mit nur 56 Jahren. Auch mein eloquenter Vater hatte sein Päckchen zu tragen, in kurzer Zeit erlitt er 2 Schlaganfälle, sodass er den elterlichen Betrieb nicht mehr leiten konnte. Da stand ich nun, mit meinen Schulden, einem Abhängigkeitsverhältnis zu meinem lanjährigen Lebenspartner, kranken Eltern, einem in den Konkurs steuernden Familienbetrieb, der weiterlaufen musste … – und kurz darauf mit zwei kleinen Kindern.
Wenn ich heute auf meinen bisherigen Weg zurückblicke, waren viele Momente sehr schmerzhaft, doch die Verwandlung in mir ging langsam und stetig vorwärts. In ihrer sich darbietenden Wahrheit war diese Suche und Selbstfindung heilsam und gerade deswegen auch stimmig und richtig.

 

Reiki und Energiearbeit

Wenn schon das alles nicht funktionierte, was ich von meiner Familie hatte lernen wollen, musste es doch etwas „Größeres“ geben, auf das ich mich verlassen konnte. Meine Suche begann damals, denn mir blieb einfach nichts anderes übrig. Wie jemand, der Hunger hat nach Essen sucht.  Ich konnte mich auf gar nichts mehr verlassen. Obwohl ich mich nie als „religiös“ bezeichnet hätte,  führte mich meine Suche genau in diese Bereiche der Spiritualität.
Nun wollte ich Gott und die Schöpfung verstehen. Irgendwo – dachte ich – muss doch ein Sinn in diesem Leben liegen, eine Wahrheit, eine Weisheit, die über allem steht und die mir hilft, zu sehen, dass all mein Streben, ein rechter Mensch zu sein, nicht einfach vergeudete Zeit und vergebliche Mühe ohne Erfüllung ist.
Ich sehnte mich danach, zu erfahren, was unser menschliches Erbe beinhaltet, welche Fähigkeiten und Talente unser Körper in Verbindung mit Geist, Verstand und Seele uns bietet, um ein erfülltes, gesundes, sicheres und somit glückliches Leben zu führen. Ich verschlang damals jedes Buch darüber, das mir in die Finger kam und nahm jede Möglichkeit ernst, zu lernen um zu verstehen.

Durch die Beschäftigung mit Reiki seit meinem 25. Lebensjahr – später  als Lehrerin und Meisterin… – mit Energiearbeit im weitesten Sinne durch eine mehrjährige Ausbildung im geistigen- und energetischen Heilen, zusammen mit meinem Mann bei Ron Lavin (One Light Healing Touch), das Studium zur Anwendung der Hermetischen Gesetze von Hermes Trismegistos (leider seit gaaanz laanger Zeit thot, *Kennerwitz* !!!) und mein tiefer Wunsch nach Echtheit, Lebendigkeit, Toleranz und Ausgewogenheit hat sich letzten Endes im Laufe meines turbulenten Lebens bis heute alles zum Guten gefügt.
Vor allem die Kraft der eigenen Gedanken und viele neu-definierte Aussagen über mich selbst  haben mich selbst eingebildete- oder auferlegte Hürden überwinden lassen.
Die Einsicht, dass jeder Mensch durch seine Gedanken das eigene Leben von innen heraus gestaltet, und dass das ein ganz natürlicher und logischer Vorgang ist – hat mein Dasein bereichert und mir meine schwierigen Lebenssituationen erklärt.
Heute weiß ich, dass jede schlimme Situation wirklich durch „innere Kommunikation“ mit sich selbst verstanden und von innen heraus überwunden werden kann und dass so die eigene darin zugrunde liegende Kraft in aller Schönheit und Reinheit  dadurch an die Oberfläche des Bewusstseins gelangt.

 

Hypnose und bineurale Frequenzen – die Mind-Factor Mentaltrainings entstehen

2002 begannen Thomas und ich mit den ersten selbst zusammengestellten Affirmations-CDs für uns. Wir waren damals begeistert von der Hemi-Sync Methode, die Robert Monroe entwickelt hat, um eine Hemisphären-Synchronisation der beiden Gehirnhälften zu bewirken und den Körper schlafen zu lassen, währenddessen der Geist frei seine Fähigkeiten zu entfalten imstande ist. Mehr dazu unter der Rubrik „Tontechnik“ und „bineurale Frequenzen“.

Leider waren diese Hörprogramme in englischer Sprache und die Themen nicht unbedingt Alltags-relevant für uns. Daher stellten wir uns die Aufgabe, so etwas selbst aber sehr lebensnah und in vergleichbarer Qualität in Deutsch herzustellen.
Thomas arbeitete sich in die entsprechenden Audio-Programme ein – war er doch der Technikbegeisterte von uns, außerdem hatte er in dieser Zeit schon einige Erfahrung als Hypno-Therapeut in der Praxis zu verändernder Glaubenssätze und Verhaltensmuster gesammelt. 2004 kam unsere erste Mentaltraining CD auf den Markt.

Unsere Kinder haben bis heute jegelichs Hören verweigert – Maxi sagte damals ziemlich trocken: „Mami, jetzt hören wir Tom’s Stimme schon ständig, wenn wir wach sind – da müssen wir ihn doch nicht auch noch hören, wenn wir schlafen!!!“ Überhaupt diesen ganzen „Selbstfindungs-Kram“ fanden sie ziemlich „spacig“ und manchmal bestimmt auch peinlich, diese Gefühlsduselei und das ständige Hinterfragen von Ursachen.

Nach und nach wurden wir versierter und zusammen mit unseren Testhörern untersuchten wir jedes neue Mentaltraining auf „Herz und Nieren“ so lange, bis wir alle damit rundum zufrieden waren. Mit der IQ führten wir sogar eine eigene Anwendungsbeobachtung mit unterschiedlichsten Schulklassen durch. Es ist schon erstaunlich, was man alles auf die Beine stellen kann, wenn man ein Ziel hat und es beständig im Auge behält.

 

Meine ganze Erfahrung und ein tiefes und stimmiges Körpergefühl ermöglichen es mir heute, Menschen sehr kreativ und schöpferisch auf dem Weg zu sich selbst durch ganzheitliche Erklärungen der Zusammenhänge, situationsbezogene energetische, mentale oder auch praktische Übungen, hilfreiche Tipps für den Alltag u. v. m. zu begleiten und zu unterstützen.
Ich selbst neige dazu, eingefahrene Wege zu verlassen, aus gewohnten Bahnen auszubrechen, um die dahinterliegende, größere Freiheit zu erobern. Jede Übung bzw. jeder meiner Vorschläge kann nach eigenem Geschmack abgewandelt werden. Es soll ja Spass machen – diese Selbst-Entfaltung im Rahmen der eigenen Phantasie unter Einbeziehung Deiner eigenen Werte welche auch immer sie sein mögen! Sie sollen Dich aus Deinem Alltagstrott herausheben, nicht zu einer neuen Disziplin werden.

Unser gemeinsames Ziel ist es jedoch, wenn Du es so möchtest…, dass Du Dich selbst der inneren Kraft und Weisheit als Individuum mehr und mehr öffnest, um zu erkennen, dass jede Facette Deiner Persönlichkeit ungezwungen und frei zum Ausdruck gebracht werden darf und sich danach sehnt, gehört und gesehen und gelebt zu werden.

Je mehr Du Dich spürst, umso weniger bedarfst Du schließlich irgend einer Hilfe.

 

Fühl‘ Dich umarmt, ich danke Dir für Deine Aufmerksamkeit.
Ich sehe Dich als einen Teil meiner Selbst, sei versichert, ich werde Dir mit Liebe, Respekt und Achtung begegnen.

herzlichst,
                        Daniela

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  1. […] – ich war so Mitte 30 – lernte ich meinen Mann Thomas kennen – mit einer ungeheuer schönen und herzlichen Weltsicht bzw. “seiner” […]

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