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Leben im Hier und Jetzt – wie geht das eigentlich?

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Immer, wenn ich bisher mit diesem Satz konfrontiert wurde, dachte ich leicht säuerlich: „Du Scherzkeks, was glaubst Du wohl, was ich hier mache…????“ Um „mir selbst bewusst“ zu sein trinke sehr selten Alkohol, rauche nur abends zur Entspannung und kuriere meine körperlichen Wehwechen am liebsten durch liebevolle Selbstannahme, Schüssler-Salze und Bachblüten.

Und trotzdem: in dieser – meiner – Realität, so wie ich mein Leben sehe, bin ich andauernd konfrontiert mit dem „Hier“ und „Jetzt“ und den daraus resultierenden Problemen. Jedenfalls mit den von mir eingebildeten. Ich fand es bisher äußerst schwierig bis unmöglich, diesen zu entrinnen. Kopfkino eben. Bis gestern, als ich endlich Folgendes begriff:

 

Das Leben im Hier und Jetzt bedeutet, Moment für Moment zu erleben und aus den echten Gefühlen eine wahre Handlung entstehen zu lassen.

Nicht den Moment erklären durch Erinnerungen, die aus der Vergangenheit kommen.

Wenn ich nicht die Vergangenheit immer wieder in die Gegenwart hineinziehen möchte, dann wäre es besser, diese Eindrücke nicht in den Jetzt-Moment einfließen zu lassen. Denn sonst kommt keiner aus der Schublade raus, in den ich ihn/sie damals gesteckt habe, als mich eine Situation verletzt hat.

 

Psychische Verletzungen aus der Vergangenheit behindern das Leben im Hier und Jetzt.

Eine sog. „psychische Verletzung“ passiert, wenn man erkennen muss, dass man eine Reife bräuchte, die man im Moment noch nicht hat.

Da ist der reale Mangel – verursacht durch Personen in realen Situationen, schon klar… – aber man sollte bedenken, dass man durch eine andere Person niemals „verletzt“  werden kann… – eine sog. „Verletzung“ ist einfach nur ein Unvermögen, dessen Ursache man einem anderen in die Schuhe schieben möchte, um nicht verantwortlich zu sein.
Genau diese Erinnerung an das ungute Gefühl ist es, was in Resonanz geht mit der heutigen Situation und man glaubt wieder, dass jemand oder etwas schuld ist am gerade eben gesichteten Leid. Stimmt aber nicht. Ehrenwort. Es ist immer die Resonanz, was bedeutet: Das Problem war schon vorher „in Dir“. Du bist gerade dabei, ein Re-Make zu inszenieren.

Diese Informationen des ursprünglichen „Leids“ (was ja nur eine Unreife ist) – speichert unser Körper in bestimmten Regionen, wie die ganzheitliche Medizin inzwischen weiß und so kann der Mensch auch wieder an seinen Ursprung, die psychische und körperliche Gesundheit, gelangen. Es geht aber auch schneller. Man handelt einfach aus dem Gefühl für den Moment und lebt im „Hier und Jetzt“. Dann braucht man keine Umwege. Nur ein wenig Training, um sich nicht selbst auf den Leim zu gehen.

Jegliche Selbstbeobachtung und Selbstkontrolle ist nämlich NUR eine hübsche Beschäftigung – mehr ist es nicht… – auch das musste ich im Laufe der Zeit erkennen. Denn auf dem Weg zu sich selbst, sagen wir mal als „Neuling“ in diesem Metier… – (hat man ja gar keine Ahnung, wie das geht: das sich-um-sich-selbst-kümmern).

 

Die Religion der Materie: Nur Bares ist Wahres!

Als Neuling und „Unwissende(r)“ arbeitet man ausgiebig und hart, um sich selbst seine Zuneigung zu beweisen.

Man glaubt: viel Leistung = viel Zuneigung = viel Selbstwert. Das geht dann natürlich auf Kosten der körperlichen Gesundheit. Wenn man jetzt lernen will, auf den Körper zu achten, dann macht man auch dieses betont falsch, man überbewertet die Reaktionen des Körpers, man verfällt in eine neue Glaubensrichtung: die wichtigsten Gesundheitsregeln zu lernen und durch diese sich selbst und den Körper zu kontrollieren. Denn keinesfalls darf man etwas sich selbst überlassen !!!
Auch da sieht der geneigte Beobachter, dass immer noch keine „echte“ innere, spontane Kommunikation ohne Angst und Zweifel vorherrscht… die aber der Beweis für eine Selbstliebe und ein gesundes, lebendiges Selbstverständnis wäre… – daraus resultiert Gesundheit.

Hier hab  ich mal was zum Lachen für Euch eingefügt, was den o.g. Beitrag auf den Punkt bringt: Genießt „Stop it“ mit Bob Newhart und Mo Collins

 

Zweifel gehen Hand-in-Hand mit der Angst

Du spürst einen Bedarf und machst etwas. Dann zweifelst Du Deine Handlungen an, denn „Was weißt Du schon, was jetzt richtig wäre…?“

Das, was Du brauchst und eigentlich bewirken willst, wird sozusagen neutralisiert durch Deinen Zweifel. Auch blöd. Dabei täte ein Selbstvertrauen helfen, das aber nur da ist, wenn man das Leben entschleunigt und lernt, einfache und wertschöpfende Entscheidungen zu treffen.

Lebe so langsam wie möglich. Lerne, nicht zu zweifeln indem Du erkennst, dass Du Dir gerade wieder den Zweifel einreden möchtest, um in der Unsicherheit zu bleiben: Hör auf, Deine Sicherheit in der gewohnten allzeit gegenwärtigen Unsicherheit zu finden! Auch das ist eine Sucht.

 

Ängste um die Zukunft behindern das Leben im Hier und Jetzt

Wenn man etwas bewegt, nur um eine Angst zu bewältigen, dann ist das auch wieder nur „die halbe Miete“.

Sich mit der Angst auseinander zu setzen, ist schon sinnvoll. Sich selbst zu sagen: „Ja, ich habe Angst, später alleine zu sein.“ oder „Ja, ich habe Angst, dass meine Rente später nicht reichen wird.“ Für das Leben im Hier und jetzt jedoch zählt der Moment, und NUR dieser Moment. Frage Dich also: „Was möchte ich jetzt tun, was fühlt sich gut an? Was fühlt sich „stark“ an? In welcher Aktion spüre ich meine eigene Kraft jetzt im Moment um den Moment zu erleben?“

Vielleicht spürst Du dann eine Wut – was Kraft an sich bedeutet – die Dich dann in eine bestimmte Richtung treibt, um alte Barrieren zu überwinden.

Vielleicht erkennst Du jetzt, dass es sich bei Deinen Ängsten um Prägungen handelt, die Du Dir aus Mitleid für Dir nahestehende Menschen (und deren Schicksale) aufgebürdet hast…! Lass das los, denn zu glauben, dass das, was denen passiert ist, Dir auch passieren „könnte“ – bewirkt nämlich genau dieses !
Das ist ein wichtiger Punkt. Deshalb wäre es besser, die Vergangenheit loszulassen und sie nicht mit Deiner Alltags-Jetzt-Situation zu verknüpfen. Denn sonst ziehst Du die Gefühle der Vergangenheit in die Gegenwart. Auch das ist Energie-Arbeit, bloß wirkt sie in eine unglückliche Richtung. Wenn Du allerdings etwas Positives hast, woran es sich lohnt, sich zu erinnern, dann kannst Du diese Kraft nutzen, um Dein Jetzt in den gewünschten „Drive“ zu bringen. Wo wir auch schon beim nächsten Thema sind: Dankbarkeit.

 

Übung:

Dankbarkeit ist ein Katalysator für Reichtum

Etwas annehmen heißt, dankbar dafür zu sein. Lass das Deine eigene Religion sein. Wenn Du also jetzt gerade Mangel an etwas hast, dann liegt das daran, dass Du nicht annehmen kannst, was Du brauchst. Denn das Universum ist immer ein Ganzes: Wenn Du Mangel hast, dann wird Dir automatisch geliefert, um wieder die Fülle zu haben. Denn die Haupteigenschaft des Universums ist: Ausdehnung. Und die passiert nur dann, wenn die beiden Pole + und – ausgeglichen sind. Wenn eine Patt-Situation entsteht. Ansonsten bewegt man sich immer hin- und her- und wieder hin- etc. …!

Wenn man also dankbar für etwas sein kann, dann zeigt man sich, dass man etwas bekommen hat, was gut getan hat. Wenn ich dankbar sein kann, bin ich reich. Dann bin ich satt. Dann bin ich sicher. Dann bin ich glücklich und entspannt.

 

Wenn ich aus vollstem Herzen für mein bisheriges Leben dankbar sein kann, dann wird sich diese freudige Energie auf alles künftige richten, was in mir entfaltet werden möchte: mein Seelenpotential.

Versuche also, für jeden Menschen, für jede Situation, die für Dich bisher mit Altlasten behaftet war, einen Standpunkt zu finden, aus dem Du mit ganzem Herzen dankbar sein kannst. Mehr ist es nicht. Du musst nicht alles gutheißen, sicherlich war früher manches möglicherweise sehr traumatisch für Dich… – jedoch HEUTE bist Du ein anderer Mensch dadurch geworden. Du hast Dich verbessert, verfeinert, bist gereift.

Und nun ist es an der Zeit, das Alte loszulassen. Für ein sorgenfreies Leben, selbstbestimmt in innerer und äußerer Freiheit.

 

Ein Beispiel aus meinem Leben:

Meine Oma ist schon 101 Jahre alt und bisher fiel es mir wirklich schwer, sie zu lieben, wie sie ist.
Sie hat in ihrem Leben viel gearbeitet, hat sich „geopfert“, wie sie es nennt… und meiner Familie nach dem Krieg dadurch ein sicheres Zuhause ermöglicht. Aber sie war auch früher sehr herrisch und führte ein strenges Regiment. Ohne Mann an ihrer Seite war sie es nicht gewohnt, dass ihr jemand das Wasser reichen konnte.

Zwischen meinen Eltern und meiner Oma gab es immer Streit um’s Geld, um die Schulden bei der Bank – Tag für Tag. Die Ehe meiner Eltern war nicht glücklich, meine Eltern wurden schwer krank. Wir verloren unser Hotel, das Lebenswerk meiner Oma.

Fleiß ohne Mitgefühl, Wertlosigkeit vertuscht durch harte Arbeit. Das waren meine Prägungen, die ich unbewusst und aus Mitleid übernommen hatte:
Ich wollte daraus lernen und nicht mein Leben vergeuden für den schnöden Mammon. Und damit saß ich auch schon auf dem Pferd – zwar andersherum – aber ich saß fest im Sattel: denn ich wurde dadurch undankbar für mein tatsächlich ehemals materiell behütetes Leben, das meine zartbesaiteten Eltern so überfordert hatte. Ich gab meiner Oma dafür die Schuld, dass sie meinen Elrtern nicht erlaubt hat, Rückgrat zu zeigen. Und sie selbst sind leider auch nicht auf die Idee gekommen, dass es was helfen könnte, den Arsch hochzukriegen und sich zu befreien.

Wertung bedeutet ureilen, Wertefreiheit wäre die Lösung. Wertung ist auch ein Spiel von: ich bin gut, Du hast es falsch gemacht – deshalb stehe ich durch meine Be-Wertung über Dir. Das ist falscher Selbstwert.

Aus diesem (durch Mitleid in Resonanz) übernommenen Verhalten resultierten ALLE meine bisherigen Probleme: nicht annehmen können und nicht dankbar sein für den Reichtum, der sowieso schon da war. Und das ist  somit auch die Lösung. Jetzt kann ich wirklich dankbar sein und jetzt sehe ich auch meine Familie anders, erstaunlicherweise verändert diese Dankbarkeit meine Vergangenheit all-inclusive von einer emotional armen in eine wohlhabende: „Ich lebe schon immer in Wohlstand und bin geliebt und geachtet“.

Hier ist ein Link zum Song  „Living in The Moment“ von Jason Mraz

Ich danke von Herzen diesem göttlichen System, der (immer) ausgleichenden Gerechtigkeit, denn aus einer Einheit kann immer nur eine Einheit entstehen, auch wenn diese in zwei gegensätzliche Pole aufgespalten wird. Das ist so cool… – ich verneige mich vor dieser Größe und Genialität der Schöpfung.

 

Als Mentaltrainings für diesen Prozess empfehle ich  „Quelle-Arzt-Phönix“… – wer sich traut, kann gleich mit dem“Phönix-Programm beginnen.


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