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Grundvoraussetzungen für eine gesunde Partnerschaft


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Wenn zwei Menschen eine Beziehung eingehen, dann haben sie zunächst einmal ein ganz deutliches Ziel vor Augen: „Zu zweit ist es besser als alleine“, was genau genommen bedeutet:

„Mit Dir zusammen verbessert sich mein Leben extrem…, mit Dir stehe ich besser da, als ohne Dich.“ Die bekannten Schmetterlinge im Bauch sind dafür der erste Hinweis, dass es da jemand gibt, mit dem man sich unglaublich viel besser fühlt, als vorher.

Es sind die Hormone, die uns das sagen, was bedeutet: dass das Tier in uns, unsere animalische Natur diese deutliche Botschaft aussendet. Deshalb lässt es sich ja nicht kontrollieren, wir sind davon gefangen und gleichermaßen überwältigt. Es fesselt und fasziniert uns. Das Balzritual ist in vollem Gange.

Wenn wir an dieser Stelle den Kopf (die Logik) einschalten könnten, dann würde unsere Intelligenz uns folgende Botschaft vermitteln:

Wir beide machen ab jetzt gemeinsame Sache, um eine erfolgreiche Beziehung zu führen und dadurch unser Leben zu bereichern – wir streben die klassische Win-Win-Situation an.
Uns ist im besten Fall klar, was wir genau von unserer Beziehung erwarten… – (wie wollen wir gemeinsam leben, möchten wir Kinder, was erwartet jeder von uns vom Leben, etc.)
Wir wissen, dass jeder von uns etwas tun muss, um die Liebe zwischen uns beiden zu erhalten.
Denn genau wie wir uns mit der Zeit und durch die Erfahrungen des Alltags verändern, so verändern sich möglicherweise unsere Ziele – und unsere gelebte Beziehung muss daran angepasst werden, sonst entwickeln wir uns in unterschiedliche Richtungen und haben nach und nach keine Gemeinsamkeiten mehr.
Wir wollen durch die Beziehung unser Leben verschönern, einen Wertzuwachs generieren, den wir ohne den Partner an unserer Seite so nicht erleben könnten.
Wir haben – so wie wir beide sind – eine relativ große „Schnittmenge“, d. h. die wichtigsten Bedürfnisse sind für beide gleichermaßen erstrebenswert, gewisse wichtige Lebenseinstellungen werden von beiden geteilt.

Innere Reife ist der Grundstock einer dauerhaften Beziehung.

Bei genauerem Hinsehen benötigen beide dazu eine bestimmte innere Einstellung, damit dieses Ziel erreicht werden kann. Es wäre sehr gut, wenn jeder von sich selbst behaupten könnte:

  • Ich habe es geschafft, mich finanziell alleine zu versorgen.
  • Ich kann alleine leben, bin nicht von der Zuneigung anderer Menschen abhängig, die mir unbedingt ihre Liebe beweisen müssen, damit es mir gut geht.
  • Ich kenne und erfülle meine Bedürfnisse. Ich finde mich schön, ich mag meinen Körper. Ich bin mir wichtig. Ich setze mich für meine Ziele ein.
  • Ich weiß, dass ich eine eigene Individualität besitze,. die mich von allen anderen Menschen unterscheidet. Ich versuche, diese Individualität durch mein Sein, meine Entscheidungen, mein Wirken in der Welt auszudrücken.
  • Ich achte meine Werte und kann gleichermaßen zulassen, dass es auch Bedürfnisse gibt, die mein Partner mit mir nicht teilt. Ich kann es zulassen, dass sich mein Partner/meine Partnerin diese Wünsche erfüllt, ohne darunter zu leiden.
  • Ich weiß, was ich fühle und kann auch erklären, warum das so ist. Ich kann über meine Gedanken und Bedürfnisse offen reden, auch wenn möglicherweise mein Gegenüber dadurch zunächst enttäuscht oder verärgert ist.
  • Ich kann über meine Gefühle dem anderen gegenüber sprechen, ohne ihn dabei zu verletzen. Ich kann meine eigene Wahrnehmung der Beziehung äußern, als eine Sichtweise von mehreren Möglichkeiten. So kann ich über meinen momentanen Zustand reden und gleichzeitig erlauben, dass er sich ändert, weil gegenseitiges Verständnis dadurch entsteht.
  • Ich erlaube mir, Wut offen zu äußern. Ich weiß jedoch, dass es immer meine Unfähigkeit ist, die mich wütend macht, weil ich dadurch meine Freiheit zur Selbstbestimmung nicht nutzen kann… –  ich habe mich untergeordnet oder angepasst, anstatt „mein“ Ding zu machen. Ich habe meine Individualität aufgegeben. Das ist der Grund für meine Wut – deshalb kann ich es jetzt ändern.
  • Ich achte mich selbst und meine Bedürfnisse total, denn das ist die Grundlage, um meinen Partner/meine Partnerin zu achten und in seiner/ihrer Weltsicht zu respektieren, ohne darunter zu leiden, dass wir möglicherweise manchmal unterschiedliche Ansichtsweisen haben.
  • Ich kann meine Sicht der Dinge darstellen und möchte auch die Sichtweise meines Gegenübers zu einer Sache kennenlernen. Es geht mir bzw. uns um ein „gemeinsames Ganzes“, eine Erweiterung für uns beide… – bei einer gegenseitigen Großzügigkeit und einem respektvollen Miteinander.
    Es geht nicht darum, mir oder dem anderen etwas zu verbieten oder sie/ihn zu schmälern, sondern in einem Konflikt geht es uns tatsächlich auch um die Win-Win-Situation für beide.

Manchmal kann es aber auch der Fall sein, dass der gegenseitige Reiz aneinander verloren gegangen ist. In diesem Fall habt Ihr Euch auseinandergelebt.

Den Reiz aneinander wieder entdecken.

Resultieren Eure Beziehungsprobleme genau daraus, könnt Ihr wieder lernen, den Reiz aneinander wieder zu entdecken. Deshalb stimmt Euch am besten zunächst einmal ab, wie Ihr dem Abnutzungseffekt entgegentreten könnt.

Sehr viele hilfreiche Tipps und Ratschläge findet Ihr z. B. bei Love-keep.de, dem Liebes-Portal im Internet. Aber auch ein Mentaltraining kann helfen, die Beziehungsfähigkeit wieder zu steigern. Wenn es um bessere Kommunikation geht, dann hilft das Mentaltraining „IQ-Sprachen„. Für mehr Freude am Sex und mehr Selbstausdruck währenddessen kann das Mentaltraining „LiebesLust“ hilfreich sein. Zu grundsätzlich mehr Selbstvertrauen und Selbstwert führt das Mentaltraining „Aus der Quelle meiner Seele“. Und für mehr Freude und Genuß im Alltag das Mentaltraining „LebensLust.

Hier empfiehlt man: „Redet miteinander über Eure Eheprobleme und zieht bei deren Lösung gemeinsam an einem Strang. So könnt Ihr es hinbekommen, dass Eure Zukunft trotz Eurer Differenzen eine Gemeinsame ist. Deshalb gebt Euch Mühe. Der Lohn könnte eine noch viel länger andauernde, funktionierende Beziehung sein.“

Solltet ihr jedoch eines Tages merken, dass sich eure Lebensziele extrem verändert haben und die gemeinsame Schnittmenge zu klein ist, um eine Bereicherung darzustellen, dann trefft ihr am besten gemeinsam die Entscheidung für eine Trennung. Es ist ein liebevoller Schritt, den beide füreinander und miteinander entscheiden in der jeweiligen Liebe zur Selbstbestimmung und in größtmöglichen Freiheit und Achtung vor dem eigenen Sein und dem des Anderen.


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